Headshot vs. Portrait vs. Bewerbungsfoto: Was ist der Unterschied und was brauchst Du wirklich
Ich wurde mal am Telefon gefragt: „Brauche ich jetzt ein (Business)portrait, ein Bewerbungsfoto oder so einen Headshot?" Da wurde mir erst bewusst: für einen Nicht-Fotografen ist das wahrscheinlich nicht so leicht zu differenzieren. In dieser Frage stecken drei Wörter, die für viele dasselbe meinen und trotzdem etwas Unterschiedliches sind. Wenn Du gerade überlegst, welches Bild Du für Dein Business brauchst, lohnt es sich, die drei einmal sauber auseinanderzusortieren.
Das Fotografie-Kuchendiagramm: Portrait, Headshot und wie sie zusammenhängen
Stell Dir die Fotografie als großen Kuchen vor. Ein Teilstück davon ist die Portraitfotografie. Und von diesem Stück ist wiederum ein kleineres Stück die Headshot-Fotografie.
Ein Portrait ist in meiner Welt jedes Foto von einem Menschen, bei dem dieser weiß, dass er fotografiert wird. Das kann eine Ganzkörperaufnahme sein, ein Halbportrait, ein Closeup-Portrait oder irgendwas dazwischen. Und eben auch ein enger Ausschnitt vom Gesicht. Ein Headshot ist also immer auch ein Portrait. Nur andersherum stimmt es nicht. Ein Ganzkörperbild am Strand ist eben kein Headshot. :-)
Diese eine Unterscheidung räumt schon die meisten Missverständnisse aus dem Weg. “Headshot” ist die (spezifische) Unterkategorie. “Portrait” ist der Oberbegriff.
Was einen Headshot ausmacht
Der Begriff kommt ursprünglich aus der Model- und Schauspielwelt. Dort brauchte man ein Bild, das auf den ersten Blick zeigt, wer da vor der Kamera steht. Inzwischen ist er in der B2B-Welt genauso angekommen und dort (fast?) unverzichtbar geworden.
Im US-Raum ist das völlig normal. „You need a headshot!" hört man da ständig, es gibt sogar Beiträge in Morning-Talkshows mit Tipps fürs LinkedIn-Bild. Hierzulande ist der Begriff als solcher noch nicht ganz so verbreitet. Die Sache dahinter wird aber genauso wichtig.
Beim Headshot geht es um Dich als Person. Nah dran, wenig Ablenkung, der Fokus liegt auf dem Menschen und auf nichts sonst. Diese Reduktion ist seher bewusst gewählt. Sie sorgt dafür, dass Du und Deine Persönlichkeit im Vordergrund stehen und nicht die Location, das Outfit oder irgendein Requisit. Genau das macht ein gutes Profilbild aus. Persönlichkeit zeigen auf den ersten Blick.
Portrait: der größere Rahmen
Portraits sind natürlich für Geschäftszwecke ebenfalls total relevant. Ein Foto von Dir im Büro, bei der Arbeit, im Gespräch, all das sind Motive, die einen Kontext geben und etwas erzählen. Das hat auch seinen Platz. Auf der Webseite-Seite, in einem Magazinbeitrag oder in einem Socialmedia-Post.
Der Unterschied liegt im Zweck. Wenn es um Dein Profilbild geht, also um das eine Bild, das Menschen zuerst von Dir sehen, dann willst Du auf Wirkung und ersten Eindruck optimieren. Und da ist der Headshot einfach die ideale Wahl. Ein Profilbild soll in Sekundenbruchteilen funktionieren. Je weniger ablenkt, desto besser.
Bewerbungsfoto: warum ein Headshot die bessere Variante für eine Bewerbung ist
Ein Bewerbungsfoto hat eigentlich exakt dasselbe Ziel wie ein guter Headshot: einen so guten ersten Eindruck zu hinterlassen, dass er einem wortwörtlich Türen öffnet.
Nur sieht man bei „klassischen" Bewerbungsfotos oft noch einen Stil, der aus einem anderen Jahrtausend stammt. Abgewandter Körper, verdrehter Hals, verschränkte Arme, dazu ein aufgesetztes Lächeln, das wirklich niemanden überzeugt. Posen, die schon auf dem Bild seltsam aussehen und vermutlich so entstanden sind, weil man das vor dreißig, vierzig Jahren eben so gemacht hat.
Solche Fotos bekommst Du meist in “alten”, klassischen Studios schon für kleines Geld (~30-80€) an fast jeder Ecke. Ob Du Dir damit wirklich einen Gefallen tust, darf jeder für sich entscheiden.
Ich sehe es so: Für die erste Bewerbung nach Studium oder Ausbildung reicht oft ein solides Standard-Bewerbungsfoto. Es gibt ja auch da bessere als die eben beschriebenen. Sobald es aber um höhere Karrierestufen geht, wo es einen spürbaren Unterschied macht, ob Du einen Monat früher oder später eingestellt wirst, lohnt sich das Invest in einen professionellen Headshot. Genauso, wenn Du unbedingt eine bestimmte Stelle möchtest. Dann willst Du Dich nicht schon mit dem Bild ins Aus befördern. Und als netter Nebeneffekt: Du hast gleich ein passendes Profilbild-Upgrade bzw. -Update für LinkedIn wenn Du Deine neue Stelle antrittst.
Mit hochwertigen Headshots hast Du für mehrere Jahre Ruhe bei dem Thema und gehst mit Vorschusslorbeeren ins (Bewerbungs-)Gespräch.
Was brauchst Du wirklich?
Kurz gemacht: Wenn es um Dein Profilbild auf LinkedIn, Deine Website oder Deine Bewerbung geht, sind Headshots die richtige Wahl. Er ist auf genau das optimiert, was Du dort brauchst. Wirkung, Vertrauen, ein Gesicht, das man gerne anschaut.
Ein breiteres Portrait ergänzt das, wenn Du mehr erzählen willst, etwa auf einer Webseite oder in einem Beitrag über Deine Arbeit. Und wie schnell, nachhaltig und stark so ein erster Eindruck wirklich wirkt, dazu gibt es einiges aus der Forschung.
Fazit
Headshot, Portrait, Bewerbungsfoto. Drei verschiedene Wörter mit einem gemeinsamer Kern, und trotzdem ein Unterschied im Einsatzzweck. Jedes Headshot-Foto ist ein Portrait. Für Dein Profilbild und für die Wirkung, auf die es im Business ankommt, sind Headshots die beste Antwort. Kurzum: Wenn Menschen Dich zuerst über ein Bild kennenlernen, willst Du, dass dieses Bild für Dich arbeitet.
Wenn Du wissen willst, ob Dein aktuelles Bild diesen Job schon macht, schick es mir für einen kostenlosen Profilbild-Check. Ich schau es mir an und sage Dir ehrlich, was es über Dich aussagt. Alle Details findest Du über den Link.